v1.2.3 - Vitalizer und Reconstruction Filter

Dieses Update dreht sich um genau ein Thema: Klang. Während frühere Versionen den Schwerpunkt auf Wiedergabetreue und Entdeckungsfunktionen legten, richtet 1.2.3 den Blick darauf, wie Musik sich tatsächlich anfühlt, wenn sie auf Ihre Ohren trifft. Drei neue Werkzeuge geben Ihnen sinnvolle Kontrolle über den psychoakustischen Charakter Ihres Hörerlebnisses. Und alle befinden sich an einem Ort.

Psychoakustik, willkommen zu Hause

Das Zentrum dieses Releases ist ein eigenes UI-Panel, das den Bass Extender, den Harmonic Exciter und den brandneuen Vitalizer unter einem Dach zusammenführt. Diese Werkzeuge nebeneinander zu haben, ist nicht nur praktisch - es verändert die Art, wie Sie sie einsetzen. Sie beginnen, sie als System zu hören.

Der Vitalizer ist der Neuzugang und der, auf den man besonders achten sollte. Inspiriert vom SPL Vitalizer arbeitet er mit drei feinen Ebenen: resonanter Basskonturierung, die Substanz ohne Mumpf hinzufügt, sanftem Mitten-Demasking, das Instrumente aus dem Mix herausholt, und einem Hochton-"Air"-Lift, der den oberen Frequenzbereich öffnet. Das Ergebnis ist ein breiterer, dreidimensionalerer Klang - die Art von Wiedergabe, bei der Sie das Gefühl haben, Ihre Bibliothek zum ersten Mal wirklich zu hören.

Der Harmonic Exciter erhält an seinem neuen Platz einen Dry/Wet-Regler, sodass Sie nun endlich exakt bestimmen können, wie viel harmonische Färbung hinzugefügt werden soll. Bisher war das eher ein Einzweck-Werkzeug, jetzt lässt es sich nach Geschmack mischen und schrittweise mit Obertönen anreichern.

Reconstruction filters

High-End-DACs nutzen seit Langem Reconstruction filters, um das ultrasonische Ringing zu behandeln, das bei der Digital-Analog-Wandlung um Transienten entsteht. Zenteek erledigt das nun in Software, mit 5 unterschiedlichen Filtermodellen zur Auswahl.

Je nach Aufnahme bevorzugen manche Hörer eine schärfere, klinischere Transientenform; andere greifen zu etwas Wärmerem mit sanfterem Abfall.

Wichtig ist: Auch wenn die Funktion technisch denselben Zweck erfüllt, ersetzt sie nicht den Funktionsumfang teurer DACs. Sie konditioniert das Signal an der Quelle und reduziert Pre-Ringing, bevor es Ihren DAC erreicht. Der Effekt ist besonders bei Onboard- oder portablen DACs deutlich, aber auch auf jeder anderen Anlage mit transientenreichen Aufnahmen hörbar.

UI and Maintenance

Volume and mute controls wurden verschoben, um Platz für das neue Panel zu schaffen. Das fühlt sich anfangs etwas anders an, und ja, ich muss einige Screenshots aktualisieren. In den Tests habe ich mich jedoch schneller daran gewöhnt als erwartet. Sobald Ihre Lautstärke über alle Titel hinweg mit dem integrierten LUFS-Analyzer normalisiert ist, greifen Sie ohnehin deutlich seltener zum Regler, als Sie denken. Geben Sie dem eine Woche.

Die Bänder des Spectrum Analyzer wurden für eine gleichmäßigere Verteilung über die Y-Achse neu abgestimmt, und die dB-Beschriftungen sind zurück. Ursprünglich waren sie ausgeblendet, damit die eingebettete Darstellung nicht gedrängt wirkt, aber der Spectrum Analyzer ist im Kern ein Analysewerkzeug, und Analysewerkzeuge sollten ihre Werte anzeigen. Wenn Ihnen die Ansicht im Player zu voll vorkommt, öffnen Sie sie so, wie sie gedacht ist: Shift+Cmd+M für den Mini Player, per Rechtsklick den Visualizer anzeigen, dann das Fenster größer skalieren. Plötzlich ist Platz für alles.

Die effect panels have been reorganized und mit neuen Icons versehen: Enhancements und Output Tools gruppieren ihre Einstellungen nun logischer, und die gesamte Oberfläche wirkt dadurch konsistenter und geschlossener.

Der Harmonic Exciter's blend knob, der im vorherigen Build eingeführt wurde, verursachte bei 50% still und leise Phasenauslöschungen. Der Effektmix wurde daher vollständig neu geschrieben. Er ist jetzt verzögerungsfrei und über den gesamten Bereich hinweg unbedenklich.

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