Ich habe viele Mono-Aufnahmen. Früher Jazz, einige Blues-Singles aus den Fünfzigern, ein paar frühe Hardrock-Platten aus der Zeit vor Stereo. Sie klingen unverändert sehr gut, weil sie genau so aufgenommen wurden. Über Kopfhörer können sie jedoch beklemmend wirken - alles sitzt hart in der Mitte.
Heute Abend habe ich daher einen neuen DSP namens "Stereoize" ergänzt. Er nimmt ein Monosignal und öffnet es behutsam zu einem Stereobild, ohne das Klangbild zu verfälschen. Es gibt viele schlechte Wege, so etwas umzusetzen: Manche Werkzeuge duplizieren das Signal nur mit einem Phasentrick, der beim Summieren für die Lautheitsmessung sofort wieder zusammenfällt. Andere verschmieren Transienten so stark, dass die Aufnahme wie unter Wasser klingt. Ich wollte etwas, das natürlich wirkt - eher wie ein guter Raum als wie ein Effekt-Plugin.
Standardmäßig ist er konservativ abgestimmt. Sie hören, wie sich der Raum öffnet, ohne die Mittenabbildung zu verlieren, und er arbeitet sauber mit der restlichen Output Tools-Kette zusammen, sodass Sie das Ergebnis bei Bedarf weiter formen können. Ich habe jetzt seit einer Stunde eine Sonny-Rollins-Platte von 1956 in Dauerschleife damit gehört, und es fühlt sich stimmig an. Probieren Sie dazu einmal den "M/S Decoder" oder den "Width"-Regler.