Heute habe ich eine Minor-Version übersprungen, weil sie sich ausnahmsweise einmal verdient. Die Signalkette hat zwei wesentliche Ergänzungen erhalten, beides Dinge, die ich seit Wochen in einem Notizbuch skizziert habe.
Die erste ist das Amp Modelling. Zur Auswahl stehen jetzt vier EQ Preamps, jeder mit eigenem Klangcharakter - einer tendiert zu warm und leicht bandartig, einer ist sauberer und moderner, die beiden anderen liegen dazwischen. Ich habe unangenehm viel Zeit damit verbracht, dieselben vier Titel durch alle Varianten zu hören und die Koeffizienten so lange zu justieren, bis die Unterschiede musikalisch statt klinisch wirkten. Solche Arbeit lässt sich nicht beschleunigen.
Die zweite Ergänzung ist ein eigener Abschnitt für "Output Tools". Sie können jetzt das Lautheitsziel festlegen, Mid-Side-Verarbeitung einsetzen, die Phase auf einem oder beiden Kanälen umkehren und die Stereobreite einstellen. Das sind genau die Regler, nach denen ich greife, wenn ich die Wiedergabe an eine bestimmte Hörsituation anpassen möchte. Dass sie jetzt als vollwertiger Teil vorhanden sind, fühlt sich an, als hätte der Player endlich eine echte Ausgangsstufe statt nur einer Leitung, die Bytes an den Treiber weiterreicht.